Maculadegeneration – eine Augenerkrankung auf Vormarsch

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Die Maculadegeneration (MD)ist eine Augenerkrankung, die in den letzten beiden Jahrzehnten rasant zugenommen hat. Noch vor zwanzig Jahren zählte diese Erkrankung zu den Alterserscheinungen des Menschen. Mittlerweile leiden viele Junge, aber auch Midager unter dieser progredienten Erkrankung, die zur Erblindung führt. Wie der Name schon verrät, handelt es sich um eine Degeneration (Rückbildung) von Gewebe der Macula (zentraler Bereich der Netzhaut). Es gibt zwei Arten dieser Erkrankung: die trockene und die feuchte MD, welche die schlimmere der beiden ist. Anfänglich sehen Betroffene gerade Linien gebogen, was später in eine verzerrte Wahrnehmung und letztlich einem zentralen Gesichtsfeldausfall führt. Alles was direkt angeblickt wird, kann nicht interpretiert werden. Das zentrale Gesichtsfeld ist grau / schwarz. Es gibt mehrere Auslöser für den rasanten Anstieg der Erkrankung.  Problematisch sind die künstlichen Lichtverhältnisse unter denen wir tätig sind. Nehmen wir dafür exemplarisch die Bildschirmtätigkeit her. Jeder Bildschirm sendet künstliches Licht aus, welches eine komplett andere Farbzusammensetzung wie das natürliche Licht der Sonne bietet. Dem künstlichen Farbspektrum fehlen Frequenzen im gelben, grünen und rötlichen Bereich. Dafür enthält es sehr viel kurzwelliges (blaues) Licht, was zellschädigend wirkt. Da das Licht des Bildschirms vorwiegend auf die zentrale Stelle der Netzhaut  abgebildet wird, kommt es in diesem Bereich zur Degeneration. Die Augen sollten folglich vor dem blauwelligen Licht geschützt werden, welches der Bildschirm aussendet. Dies gelingt am besten über spezielle Farbfilterbrillen. Diese gibt es für Menschen ohne Fehlsichtigkeit sowie als Clip für die eigene Brille.  Auch Folien, die man am PC anbringen kann können helfen. Durch die hohe Lichtintensität von Bildschirmen wird die Macula zusätzlich belastet. Die Augen benötigen am Bildschirm ein Vielfaches mehr an Nährstoffen um gesund zu bleiben. Hier helfen Vitalstoffe wie Lutein und Zeaxanthin sowie Vitamin A und Vitamin E um die Augen gesund zu erhalten. Eine weitere Möglichkeit die Macula  zu entlasten sind Augenumschläge mit alkoholfreiem Schwedenbitter. Hierzu gibt man das Schwedenbitter auf Wattepads und legt diese für eine Stunde abends vor dem Schlafengehen auf die geschlossenen Augen. Diese Anwendung kann täglich durchgeführt werden und hilft auch schon vorbeugend den Augenhintergrund zu schützen und zu regenerieren. Weitere Kräuteranwendungen finden Sie auch in meinem Buch: Augen lieben Heilkräuter.

Ein weiteres Thema ist die Zunahme der Kurzsichtigkeit durch PC Arbeit. Viele Studien zeigen: wenn Kinder bis zum 6. Lebensjahr zu wenig Zeit in der freien Natur verbringen, neigen Sie unter Stress eher dazu, eine Kurzsichtigkeit zu bilden. Auch der immer gleichbleibende Lese- / Arbeitsabstand sowie das stetige „Geradeausstarren“ begünstigen  Kurzsichtigkeiten. Durch diese beiden Faktoren verkrampfen die inneren und äußeren Augenmuskeln. Nach einem anstrengenden Tag kann sich diese Starre nur schwer lösen. Der Betroffene sieht in der Ferne verschwommen. Wenn dies durch Brillen auskorrigiert wird, führt dies nach geraumer Zeit in der Regel zu noch größeren Anspannungen und stärkeren Glaswerten. Augenübungen können helfen, diese Verspannungen zu lösen. Deshalb möchte ich Ihnen die besten Übungen für den Bildschirm ans Herz legen. Doch zunächst noch eine kurze Erläuterung zu den äußeren Augenmuskeln, die den Anschein haben lediglich zur Augenbeweglichkeit beizutragen. Dem ist nicht so. Je feiner und kleiner diese Muskeln bewegt werden können, desto mehr Informationen gelangen ins Auge und somit ins Gehirn. Je mehr Informationen über die Umwelt – das Gesehene erfasst wird, desto klarer ist das Bild. Durch das unnatürliche Geradeausschauen am Monitor werden diese Bewegungen grobschlägiger – das Bild unschärfer. Durch starke Anspannungen der äußeren Augenmuskeln können diese das nur sieben Gramm leichte Auge sogar verformen und so eine Fehlsichtigkeit verursachen. Aber auch emotionale Blockaden begünstigen diese Art der Anspannung, weshalb es ratsam ist, diese Themen z.B. mittels Augenkinesiologie zu bearbeiten. Durch meine langjährige Arbeit in diesem Bereich, kann ich nur bestätigen, dass es sich hierbei um eine sehr effektive Methode handelt. Es können gezielt die Ursachen von Augenveränderungen herausgefunden und Anwendungen aufgezeigt werden, die dem Betroffenen helfen in die Entspannung zu kommen und die Fehlsichtigkeit Stück für Stück abzubauen. Auch gezielte Übungen helfen die Verspannungen zu lösen. Deshalb möchte ich Ihnen ein paar praktische Übungen mit auf den Weg gebe.

Die besten Augenübungen am Bildschirm:

Palmieren:

Diese Übung hilft, die Augen durch die Überbelichtung zu erholen. Reiben Sie Ihre beiden Hände so lange, bis Sie angenehm warm sind. Legen Sie die Hände so über die Augen, dass alles Licht abgeschirmt wird. Schließen Sie Ihre Augen. Genießen Sie nun die Wärme Ihrer Hände und spüren Sie, wie sich die angespannte Gesichts- und Augenmuskulatur entspannt. Beenden Sie diese Übung nach etwa 30 Sekunden. Nehmen Sie die Hände behutsam vom Gesicht und öffnen Sie dann die Augen sanft.

Akkommodationsübung:

Mit dieser Übung trainieren Sie die Umstellungsfähigkeit der Augenlinsen und der dazugehörigen Muskeln auf unterschiedliche Distanzen.  Bedecken Sie mit Ihrer hohlen Handfläche ein Auge Ihrer Wahl. Lassen Sie aber beide Augen offen – auch das abgedeckte. Strecken Sie nun Ihre zweite Hand mit dem Daumen nach oben aus. Schauen Sie mit dem offenen Auge auf Ihren Daumen. Führen Sie nun den Daumen langsam und behutsam auf Ihre Nasenspitze zu. Atmen Sie dabei  durch den Mund aus. Verfolgen Sie gleichzeitig Ihren Daumen mit dem nicht bedeckten Auge. Wenn Sie an Ihrer Nasenspitze angelangt sind, schieben Sie den Daumen wieder weg bis Ihre Hand ganz gestreckt ist.  Atmen Sie dabei über die Nase ein. Wiederholen Sie diese Bewegung 20 Mal. Achten Sie darauf, dass ihr Auge immer genau auf den Daumen schaut. Passen Sie diese Bewegung ihrem Atemrhythmus an. Schließen Sie nun beide Augen und Palmieren Sie. Danach wiederholen Sie die Übung auf gleiche Weise mit dem zweiten Auge.

Übung zur Bewegung der äußeren Augenmuskulatur:

Bei dieser Übung halten Sie den Kopf still und bewegen nur die Augen. Decken Sie ein Auge ab. Blicken Sie 12 Mal von oben nach unten und von unten nach oben und Palmieren Sie danach. Öffnen Sie die Augen wieder. Schauen Sie 12 Mal von rechts nach links und links nach rechts und Palmieren Sie erneut. Schauen Sie nun 12 Mal von rechts oben nach links unten und von links unten nach rechts oben und Palmieren Sie, bevor sie dies mit der anderen Diagonalen wiederholen. Bevor sie abschließend noch einmal Palmieren, können Sie Ihre Augen einige Mal im und entgegen den Uhrzeigersinn kreisen lassen.

Sonnenübung:

Suchen Sie sich einen Platz in der Sonne und schließen Sie die Augen. Drehen Sie langsam den Kopf von rechts nach links, von oben nach unten sowie im Kreis. Genießen Sie die Wärme der Sonne. Wiederholen Sie dies mehrfach. Zum Abschluss drehen Sie den Kopf von der Sonne weg und palmieren Sie solange, wie Sie zuvor gesonnt haben.  

Sollten Sie bereits sehr lichtempfindlich sein,  beginnen Sie die Sonnenübung etwas abgewandt von der Sonne und drehen sich erst nach einiger Gewöhnungszeit zur Sonne. Beachten Sie, dass diese Übung nur mit geschlossenen Augen und nur vormittags oder abends durchgeführt werden sollte, damit das Licht nicht zu intensiv für die Augen ist. Es gibt noch eine Fülle an weitere Augenübungen, die im Büro hilfreich sind. Sie finden diese im meinem Buch: Fitness für gestresste Augen.

Probieren Sie diese Übungen täglich in Ihren Arbeitsalltag zu integrieren. Die Arbeitsmedizin empfiehlt pro Stunde eine bildschirmfreie Zeit von 5 Minuten. Diese Pause können Sie für Augenübungen sinnvoll nutzen. Ich wünsche Ihnen hierbei gutes Gelingen. 

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